Ausstellung "Bornheimer Landschaften"
Die Heimatfreunde Roisdorf präsentierten Landschaftsaquarelle des Malers Stephan Rehberg
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Kaum wiederzuerkennen war das Innere der barocken Scheune der Roisdorfer Wolfsburg, als dort am 9. und 10. Dezember 2000 die Ausstellung „Bornheimer Landschaften“ präsentiert wurde. Wo normalerweise Autos und landwirtschaftliche Geräte abgestellt werden, hingen vor den rohen alten Backsteinwänden nun effektvoll beleuchtete Aquarelle, mit denen der in Merten-Trippelsdorf ansässige Maler Stefan Rehberg Landschaftsmotive des Vorgebirges und der Rheinebene festgehalten hatte. Es entstand eine stimmige Atmosphäre, eine Harmonie zwischen ausgestellten Bildern und Ausstellungsort, von der sich die zahlreichen, auf Einladung des Künstlers und der Heimatfreunde Roisdorf erschienenen Besucher begeistern ließen. Dass die Landschaftsbilder an einem Ort mit einer besonderen Ausstrahlung, einem die Landschaft prägenden Ort präsentiert werden konnten, hierfür gebührt ein großer Dank Besitzern der Wolfsburg, der Familie Rech, die die zwangsläufig mit der Organisation der Ausstellung verbundene Arbeit nicht scheuten! |
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Die gezeigten Bilder waren indes diese Mühe wert: Die von Stephan Rehberg zum Teil zeichnerisch überarbeiteten Aquarelle, zeugten allesamt von einem klaren Verständnis für kompositorischen Aufbau, von einer sicheren Beherrschung der Perspektive und von einer feinen Zeichen- bzw. Maltechnik. Die Bilder gaben die Landschaft getreu, ja mit großer topographischer Genauigkeit wieder. Die Motive (Häuser, Gärten, Felder usw.) waren sorgfältig gewählt, konnten gleichsam exemplarisch für die ganze Landschaft stehen. Es handelte sich dabei keineswegs um die Vorspiegelung einer vordergründigen Idylle: Die Brüche im Landschaftsbild wurden nicht verschwiegen. So waren etwa eigentlich unmalerische Elemente wie Hochspannungsleitungen oder Kiesförderanlagen und Container selbstverständliche Bestandteile der Bilder der Rheinebene. Gerade dies aber bewirkte die Stimmigkeit, die besondere Authentizität des Dargestellten. |
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Die Genauigkeit der Abbildung ging einher mit einer äußerst empfindsamen Wiedergabe der wechselnden Stimmungen, in welche Natur und Architektur je nach Jahres- und Tageszeit, bzw. Wetterverhältnissen getaucht sind. Es fanden sich Dorfansichten im milden Morgenlicht ebenso wie sonnenbestrahlte Wiesen und Weiden, im Dunst verschwimmende Felder und Höhenzüge. Für die Heimatfreunde Roisdorf bot sich mit der Ausstellung nicht nur die Gelegenheit, einen Beitrag zum kulturellen Leben des Dorfes zu leisten, sondern auch die Möglichkeit, der Bevölkerung die immer noch bestehende, wenngleich auf mannigfache Weise bedrohte Schönheit und damit den Wert der heimatlichen Landschaft erneut und verstärkt ins Bewusstsein zu rufen. Dem Künstler Stefan Rehberg, der dies mit seinen qualitätvollen Landschaftsbildern ermöglichte, sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank gesagt! |
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Der folgende Artikel des Bonner General-Anzeigers würdigte am 12.12.2000 die Ausstellung unter dem Titel:
Land und Leute kennen gelernt
Maler Stephan
Rehberg zog nach Trippelsdorf und studierte im Freien das Vorgebirge.
Das Ergebnis zeigte er auf der Wolfsburg
„Als ich hierher gezogen bin, wollte ich meine neue Heimat richtig kennen lernen“ – als freischaffender Künstler wählte Stephan Rehberg dazu die Methode, auf die er sich am besten verstand: Er malte das Vorgebirge. Das Ergebnis dieser Arbeit konnten nun die Bornheimer bei einer Ausstellung in der alten Scheune der Roisdorfer Wolfsburg sehen.
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Erst vor zwei Jahren zog Rehberg mit Frau und Kind aus Köln nach Merten-Trippelsdorf, doch nach zahlreichen Wanderungen durch das gesamte Vorgebirge und ebenso vielen Malsitzungen in der freien Natur, dürfte er die Landschaft besser kennen, als so mancher Einheimischer. So beschränkte sich Rehberg in seinen Aquarellen nicht nur auf Mertener Motive. Vielmehr zog er auch durch die Rheinorte, nach Sechtem oder durch den gesamten Vorgebirgshang bis runter nach Roisdorf. „Dort habe ich mich in die Landschaft gesetzt, bei Regen einfach in mein Auto – das war ganz schön eng“, erzählte er bei der Ausstellungseröffnung von seinen Ausflügen. In etwa 30 Bildern führte Rehberg bei der Ausstellung, die er in Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden Roisdorf organisiert hatte, die Vielfalt der Vorgebirgslandschaft vor Augen: Von dem lichtdurchfluteten Grün einsamer Waldwege über die weiten Einblicke der Sechtemer Ebene bis hin zu Einzelansichten Bornheimer Häuser, so etwa große Höfe, Burgen oder der verfallende alte Waldorfer Bahnhof. „Das Schöne war, dass ich beim Malen ganz nebenbei viele Menschen kennen gelernt habe, die an mir vorbei wanderten und sich für meine Bilder interessierten“, freute sich Rehberg bei der Eröffnung über die vielen Besucher und ihr reges Kaufinteresse. „Mir gefällt es hier sehr“, bilanzierte der aus München stammende Künstler die Arbeit des vergangenen Sommers. Als nächstes wird er an der Bornheimer Volkshochschule Porträt-Zeichenkurse geben und Auftragsarbeiten ausführen. Dabei hofft er auf einsprechend gute Resonanz. |
Weitere Informationen zu den Werken von Stephan Rehberg finden Sie auf dessen Homepage www.stephan-rehberg.de