Via Crucis
Lange Zeit verschollene Kreuzwegstationen laden erneut zur Betrachtung ein
![]() Der
Engel verkündet die Auferstehung,
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Mit der Ausstellung "Via Crucis" konnten vor einigen Jahren die Heimatfreunde Roisdorf und die Kolpingsfamilie Roisdorf im Pfarrheim St. Clara aktuelle und historische Kreuzwegstationen aus unserem Heimatort präsentieren. Zum einen handelte es sich dabei um Abbildungen der Stationsbilder, die von unserer damaligen Küsterin, Frau Renate Esper, entworfen und in kunstvoller Handarbeit gestickt worden waren, und die sich im Seitenschiff der Pfarrkirche befinden - siehe hierzu die Seiten der Pfarrgemeinde St. Sebastian. |
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Zum anderen zeigte man
die Originale der damals wieder aufgefundenen, von der renommierten Münchner
Künstlerin Ruth Schaumann geschaffenen kolorierten Holzschnitte, mit denen
in der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg die Stationen des ersten
provisorischen Kreuzwegs den Roisdorfer Lindenberg hinauf ausgestattet
worden waren. Im Jahre 1962 hatte man diese Stationen durch die von Bildhauers Aloys Wyrobek
geschaffenen Basaltstelen ersetzt - siehe hierzu den
Bericht "Der Kreuzweg auf dem Lindenberg". |
![]() Jesus
stirbt am Kreuz,
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![]() Besuch des St. Nikolaus in der alten Pfarrkirche St. Sebastian, ca. 1950, im Hintergrund einige der alten Kreuzwegstationen
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Von einem weiteren, dem ältesten Roisdorfer Kreuzweg,
konnten damals nur einige Fotos gezeigt werden: Es handelt sich um die
Kreuzwegstationen der ersten, im Jahre 1980 abgebrochenen Roisdorfer
Pfarrkirche, die als verschollen galten. Entstanden waren diese Kreuzwegstationen, wie eine alte Inventarliste ausweist, im Jahre 1889 in der Beueler Malerwerkstatt Waldhoff, die auch die Figuren des damaligen Hochaltars von St. Sebastian farbig gefasst hatte. Der Name des ausführenden Künstlers bleibt in der Inventarliste ungenannt. Die Stationen gehörten somit zur Grundausstattung der 1876 fertig gestellten und 1892 geweihten Pfarrkirche. Mit passend zur Kirchenarchitektur und zu den Altären in neuromanischem Stil gestalteten Rahmen versehen hingen sie an den Wänden der beiden Seitenschiffe und ermöglichten es somit, den Kreuzweg in der Kirche als Prozessionsweg abzugehen.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm man sie bei Umgestaltungen des Kircheninneren aus ihren als altmodisch empfundenen Rahmen und hängte sie zu Gruppen zusammengestellt und mit schlichten Holzleisten versehen, wieder auf. Im Jahre 1969 wurden sie dann – wenig behutsam – abmoniert. Sie sollten wohl nach erfolgter Renovierung der Kirche wieder angebracht werden, doch kam es bekanntlich nicht hierzu, sondern zum Abriss und zum Neubau der Kirche an anderer Stelle, so dass die nun entbehrlich gewordenen Kreuzwegstationen irgendwo abgestellt wurden.
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Kreuzwegstationen in der alten Pfarrkirche St. Sebastian, ca. 1955
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Säubern der Stationen
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Lange Zeit
galten die Kreuzwegstationen als verschollen, doch waren sie aufbewahrt
worden: Sie lagerten schließlich auf dem Dachboden über der Garage des
Pfarrhauses, von wo sie Ende Januar 2010 auf Initiative des
Liturgieausschusses heruntergeholt wurden. Zwar waren sie verstaubt und
angestoßen, doch bis auf einige Tafeln, an denen Farbe abgeplatzt war,
hatten sie die jahrzehntelange unsachgemäße Lagerung auf dem Dachboden recht
gut überstanden. |
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Die großformatigen Kupfertafeln zeigen die einzelnen Szenen der Passion Christi – von der Verurteilung über die Kreuzigung bis zur Grablegung – jeweils in streng komponierten und fein gemalten Figurengruppen, wobei der goldglänzende, ornamentierte Hintergrund die auf wenige Personen reduzierten Szenen gleichsam ikonenhaft erscheinen läßt. Zwar sind Christus und die übrigen Personen detailreich und in den Gewändern ihrer Zeit abgebildet, doch vermeidet die Darstellung jede Dramatik oder gar Drastik des Geschehens: Lediglich aus der Herzwunde des Kreuz hängenden Jesus rinnen einige Tropfen Blut. Kein Gesicht ist hass- oder schmerzverzerrt, kein Mund zur Klage geöffnet, alle Beteiligten erscheinen vielmehr still und ernst, mitfühlend und trauernd in sich gekehrt. Die Szenen bieten somit weniger die Erzählung des historischen Ablaufs der Passion als vielmehr eine überzeitliche Betrachtung des Heilsgeschehens. Sie laden eindringlich zur Versenkung im Gebet ein.
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Fotografieren der Stationen
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1. Station:
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2. Station: |
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3. Station: |
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4. Station: |
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5. Station:
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6. Station: |
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7. Station:
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8. Station:
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9. Station:
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10. Station: |
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11.
Station:
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12. Station: |
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13.
Station:
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14. Station: |
(Fotos des Kreuzwegs: Dr. Thomas Bremm)