Der "Friedensweg" des "Rebellen vom Vorgebirge"
Ist das bedrohte Kulturgut unserer Heimat gerettet?
"Wenn sich niemand
kühn erzeigt,/
Und, was sonst sol reden, schweigt,/
Müssen Steine schreyen!"
(Simon Dach, 1651)
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Eine geglückte "Rebellion"? Wer durch die Baumgärten und Brombeerplantagen am Vorgebirgshang oberhalb von Alfter wandert, der stößt unterhalb des "Heimatblicks" in einer Talsenke auf den ummauerten jüdischen Friedhof. Beide Orte verbindet einen gerader, steil den Abhang hinaufführenden Pfad, der sog. Friedensweg. Folgt man ihm, so betritt man eine einzigartige Gartenanlage, die der als "Rebell vom Vorgebirge" bekannte Alfterer Brombeerweinproduzent Wilhelm Maucher über mehrere Jahrzehnte hinweg gestaltete und mit der er seinem unermüdlichen Einsatz für den Frieden und gegen Gewalt und Unrecht sinnfälligen Ausdruck verlieh. Die Idylle des Ortes war indes im Herbst 2009 akut bedroht: Auf dem Gelände des leider geschlossenen Ausflugslokals "Heimatblick" gelegen, beabsichtigten dessen neue Eigentümer, die TXL Business Academy, den Friedensweg zu beseitigen und damit ein wichtiges kulturelles Element unserer Heimat zu vernichten. Ein Sturm der Entrüstung wurde nach entsprechenden Meldungen durch die Lokalpresse bei der Bevölkerung ausgelöst. Auf Initiative des den Friedensweg pflegenden Motorradclubs "Kuhle Wampe" vereinten sich Vereine und Lokalpolitiker jeglicher Couleur im Engagement für die Erhaltung des denkmalwürdigen Ortes.Der "Rebellion" folgte das überraschende Einlenken der TXL: Nach einem Gespräch mit den Ortsvorstehern von Alfter und Bornheim erklärte sie sich bereit, das Gelände des Friedenswegs dem Förderkreis Haus der Alfterer Geschichte zu schenken. Die Anlage schien somit gerettet! Die Insolvenz der TXL, die im Herbst 2010 eintrat, ohne dass bislang eine notarielle Übertragung des Friedensweges vorgenommen worden war, ließ diesen Erfolg wieder fraglich werden. Es besteht jedoch die begründete Hoffnung, dass die künftigen Eigentümer des Heimatblick-Geländes die von der TXL angekündigte Schenkung in die Tat umsetzen werden.
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Friedensweg November 2009
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Gebotssteine
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Die "Gebotssteine" Auf dem Boden links neben dem steilen, an einen Kreuzweg erinnernden Pfad des "Friedenswegs" bemerkt man schwere, mit Inschriften versehene Natursteinplatten: "10 Gebotssteine, nach denen alle Politiker und Machthaber dieser Erde handeln sollen!" verkündet selbstbewusst ein erster Stein, ein zweiter "Diese Steine reden für alle, die zu feige oder träge sind." Auf jedem der folgenden Steinplatten ist eine litaneiartig formulierte Bitte eingemeißelt: "1. Von Atom- und Neutronen-Bomben befreiet uns 2. Von Chemiegiften, Strahlen und Napalm bewahret uns 3. Von Auf- und Wettrüsten erlöset uns 4. Von Militaristen und Nazis befreiet uns 5. Von Arbeitslosigkeit und Aussperrung errettet uns 6. Vor Volksverdummung durch Massenmedien bewahret uns 7. Von Unrechtsgesetzen und Unrechtsjustiz erlöset uns 8. Anstatt Strafen nur noch Umerziehung, Besserung und Wiedergutmachung bescheret uns 9. Vor Milliarden-Steuerverschwendung bewahret uns 10. Vor Diktaturen und Schikanen behütet uns" Ein weiterer Stein enthält eine Widmung: "Zu Ehren der ersten/ Friedens-Nobel-Preisträgerin/ Bertha von Suttner * 1843 + 1914/ Nobelpreis 1905/ Sie wollte eine Welt des Friedens/ ohne Waffen und ohne Krieg/ Genau wie Christus und alle/ die eines guten Willens sind" … "Helft mit, durch Abrüstung und Kriegdienstverweigerung den Frieden zu sichern, sonst kommt die Vernichtung" heißt es prophetisch auf dem letzten Stein. Unterzeichnet ist er mit "1978 Wilhelm Maucher".
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Wilhelm Maucher, der "Vorgebirgsrebell" (1903-1993) Mit den Gebotssteinen, die Wilhelm Maucher im Jahre 1978 auf seinem Grundstück verlegen ließ und die den "Friedensweg" markieren, fasste er die gesamte Erfahrung seines Lebens zusammen. Als "den rebellischen Geist vom Vorgebirge", bezeichnete er sich in seinen Lebenserinnerungen selbst, und ein Rebell war er tatsächlich in mancher Hinsicht, lag er mit seinen Auffassungen und seiner Lebensweise doch stets quer zu dem, was zu seiner Zeit am Vorgebirge üblich war. Geboren in Alfter als Sohn eines aus der Gegend von Ulm eingewanderten Gärtners, führte der unverheiratet bleibende Maucher bis zu seinem Tod sein Leben in einem an der Grenze zum Roisdorfer Oberdorf gelegenen kleinen Haus. Aus christlicher Überzeugung heraus lehnte der junge Landwirt den Nationalsozialismus ab und ging nach seinen Möglichkeiten dagegen vor, etwa indem er gemeinsam mit einem Kaplan und einem französischen Kriegsgefangenen gegen die Nazis gerichtete Plakate druckte und sie im ganzen Vorgebirge verteilte – eine lebensgefährliche Angelegenheit. An mangelndem Mut lag es also gewiss nicht, dass er, als er noch gegen Kriegsende den Gestellungsbefehl erhielt, diesem nicht nachkam, sondern er die letzten Wochen bis zum Einmarsch der Amerikaner in dem Versteck blieb, das ihm eine ebenso couragierte Roisdorfer Familie bot.
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Wilhelm Maucher im Jahre 1978
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Wilhelm
Maucher im Jahre 1993
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Aber nicht nur gegenüber den nationalsozialistischen Machthabern, sondern auch gegenüber den Besatzungsmächten und den Behörden der jungen Bundesrepublik war Maucher, wenn es um den Kampf gegen Ungerechtigkeiten ging, widersetzlich: So gründete er zur Verbesserung der desolaten Lage der Landwirte seiner Heimat bald den "Notabwehrausschuss der Obst- und Gemüsebauern des Vorgebirges". Er scheute sich nicht Kardinal Frings darum zu bitten, eine Aussprache mit Wirtschaftsminister Prof. Ludwig Erhard zu vermitteln. Tatsächlich konnten auf diese Weise Regelungen gefunden werden, welche die Stabilität der Erzeugerpreise für die Region sicherten. Damals kam die Bezeichnung "Vorgebirgsrebell" auf, die Maucher nicht ungern hörte. Minister Erhard soll ihn nach eigenen Angaben auf die Idee gebracht haben, den Überschuss an Brombeeren zu Wein zu verarbeiten. Die Produktion im Hof Mauchers lief an und bald war auch der Name für den Brombeerwein gefunden, der bis heute produziert wird und sich nicht nur regional großer Beliebtheit erfreut: das legendäre "Rebellenblut". Dessen erfolgreiche Vermarktung sicherte Maucher bis zuletzt einen gewissen Wohlstand.
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Bei aller Rebellion war Maucher doch auch ein Mensch, der sich für traditionelle Werte einsetzte. Als vom Mandolinenclub gekürter Roisdorfer Maikönig fungierte er im Jahre 1936. Als Beispiel seines Einsatzes für die dörfliche Jugendarbeit und das heimatliche Brauchtum kann das "Rosenfest" gelten, das er im Jahre 1949 organisierte: Ein festlich geschmücktes Rosenkönigspaar zog damals in offener Kutsche und von Reitern und Fahnenabordnungen begleitet von Alfter nach Roisdorf. Die Jugend beider Orte wollte Maucher auf diese Weise zusammenführen. Als Vorsitzender des Roisdorfer Tischtennisclubs sorgte er maßgeblich für den Bau von dessen Clubhaus.
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Maucher mit dem Rosenkönigspaar im Jahre 1949
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Adenauer besucht die Bundeswehr in Andernach 1956
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Engagierte sich Maucher politisch zunächst bei der neu gegründeten CDU, so führte seine radikalpazifistische Grundeinstellung dazu, dass er aus Protest gegen Wiederbewaffnung und Einführung der Wehrpflicht – nachdem energische Schreiben an die Abgeordneten des Bundestags nichts fruchteten – seine Partei wieder verließ. 1956 unternahm er, vom bundesdeutschen Staatsschutz beäugt, eine dem Zweck des Friedens und Völkerverständigung dienende Reise in die Sowjetunion und die DDR, ohne dass er deswegen als besonderer Freund des kommunistischen Systems gelten konnte. Politischen Lagern ließ sich Maucher ohnehin kaum zuordnen, späte Verbindungen zur Partei "Die Grünen" sollten ebenfalls konfliktgeladen und nicht von Dauer sein. Sein energischer Einsatz galt bereits seit den 1950er Jahren der Strafrechtsreform, vor allem Abschaffung von ihm als menschenfeindlich eingeschätzten Paragraphen 175, 216 und 218 des Strafgesetzbuchs.
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Mauchers lebenslanger Kampf gegen Krieg und Militarismus kam noch in den späten Jahren dadurch zum Ausdruck, dass er 1989 im Rahmen des "Bonner Friedensplenums" großzügig für das vom Bildhauer Mehmet Aksoy aus weißen Carrara-Blöcken geschaffene, seinerzeit heftig umstrittene "Denkmal des unbekannten Deserteurs" spendete. Nachdem es nicht auf dem Bonner Friedensplatz aufgestellt werden durfte und es eine Zeitlang im Park der Parteizentrale der "Grünen", des Roisdorfer Hauses Wittgenstein, lagerte, erhielt es seinen endgütigen Standort auf dem "Platz der Einheit" zu Potsdam.
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Denkmal des unbekannten Deserteurs in Potsdam
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Segnender Christus am "Hl. Grab"
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Die Christus-Statue am "Heiligen Grab" Als zeitlebens gläubiger Christ, und in seiner Jugend im Alfterer Pfarrleben aktiv, rieb sich Maucher doch stets an der katholischen Kirche, die ihm angesichts des Leidens auf Erden die Lehre Christi nicht konsequent genug zu verwirklichen schien. Den bedeutendsten Ausdruck seines Glaubens stellt die Statue dar, die er bereits unmittelbar nach Kriegsende 1945 aufstellen ließ, den "Segnenden Christus", der, wenn auch etwas versetzt gelegen, heute den Schluss- und Zielpunkt des Friedenswegs bildet. Eine dort angebrachte Tafel schildert ausführlich Umstände und Motivation der Aufstellung: "Diese Christusstatue wurde errichtet im Jahre 1945 zum Dank für Errettung aus den großen Kriegsnöten. Sie wurde am ersten Sonntag im Oktober 1945 vom hochwürdigen Herrn Dr. Daniels aus dem Priesterseminar in Bonn unter Beisein von 50-60 Freunden und Bekannten unserer Familie feierlichst gesegnet und eingeweiht. Die Einweihungsworte waren die, wenn wieder christliche Zeichen im öffentlichen Leben entstehen, statt heidnische gottlose Propaganda, wird es wieder eine bessere Zukunft für alle Völker und Rassen geben. Die unglücklichen Zeiten, die wir erlebten, sind die Folgen vom Abfall der Völker von Christus und seinen Geboten. In diesem Sinne soll diese Christusstatue alle Besucher mahnen und lehren." Dass die Einweihung durch einen Bonner Geistlichen, den ihm der Roisdorfer Pastor Matthias Ossenbrink vermittelt hatte, und nicht durch den eigentlich zuständigen Alfterer Dechant Wilhelm Bergené vorgenommen wurde, erklärt sich aus dem notorisch gespannten Verhältnis Mauchers zu seinem gestrengen Pfarrer.
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Für die Ausführung der Statue, die an die berühmte Christus-Statue von Rio de Janeiro erinnert, hatte Maucher den in Bonn-Poppelsdorf wirkenden und weithin bekannten Bildhauer Jakobus Linden (+ 1950) gewinnen können, von dem heute noch eine Reihe von bemerkenswerten Arbeiten in der Region zu sehen sind – wie etwa das in der Bonner Gangolfstraße aufgestellte "Mädchen mit Schale". Jakobus Linden und seiner Frau, der Zahnärztin Senta Linden, die als "Halbjüdin" in Alfter die Nazizeit überlebte, war Maucher freundschaftlich verbunden. Übrigens sollte Linden wenig später auch mit der Anfertigung der Stationen des den Roisdorfer Lindenberg hinaufführenden Kreuzwegs beauftragt werden, der wie der Alfterer Christus als Dank für die Errettung aus Kriegsnöten gestiftet wurde.
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Segnender Christus des Jakobus Linden (Detail)
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Hügelgräber oberhalb des "Blutpfads" |
Für die Wahl des Standorts auf dem Maucher gehörenden Grundstück war keineswegs allein die exponierte Lage entscheidend, auch wenn von dort aus Christus gleichsam segnend seine Arme über Alfter ausbreitet. Wie Maucher auf der Tafel erläutert, war ihm vor allem die Tradition des Ortes wichtig: "Sie (die Statue) wurde gerade an dieser Stätte errichtet, weil es nach einer Legende an diesem Ort "Am heilige Grab" heißen soll, wie uns der Gemeindeförster Wilhelm Hennes aus Olsdorf bei Alfter erzählt hat ..." Das "Heiliges Grab" aber bezeichnete man einen ca. 10 m langen und 1 ½ m breiten bronzezeitlichen Grabhügel auf der Grenze zwischen Roisdorf und Alfter. Wie die zahlreichen weiteren auf der Höhe über dem mittelalterlichen Pilgerweg "Blutpfad" oder "Jungfernpfad" gelegenen Hügel war er mittlerweile durch roden und beackern eingeebnet worden, doch hatte ihn Wilhelm Mauchers Vater mit Kiefernbäumen gekennzeichnet. Maucher gibt auf der Tafel hierzu einen Text wieder, der ihm bereits 1936 von Gemeindeförster Hennes überreicht worden war, "mit der Bitte, die besagte Stelle im Sinne der Sage würdig zu kennzeichnen".
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Die Sage, die Hennes in seiner Kindheit von dem Roisdorfer Gemeindeförster Bungarz erfahren hatte, lautete wie folgt: "Ein Einwohner von Roisdorf hätte sich einer schweren Sünde schuldig gemacht, ob Mord oder Totschlag oder einer andern Sünde war ihm nicht bekannt und nun zur Sühne hatte er das Gelübde gemacht, zum Hl. Grabe nach Jerusalem zu pilgern um Verzeihung zu erlangen. Immer aufgeschoben und immer älter werdend habe diese die begangene Sünde seinem Beichtvater gebeichtet und letzterer ihm von dem Gelübde entbunden unter folgender Sühne: Er möchte sich im Wald ein nach Osten gerichtetes Grab auswerfen und dort täglich bis zu seinem Lebensende gewisse Gebete verrichten, welches dieser auch gewissenhaft ausführte. Nun hätten viele Einwohner von Roisdorf, welchem die fortwährenden täglichen Gänge des Mannes auffielen, diesen nachgespürt und ihn in dem Grabe betend vorgefunden. Nun habe diese Sühne auch die Leute angesteckt und sie hätten den Sünder oft zum Grabe begleitet und gemeinschaftlich mitgebetet. Jedoch ist dieser Bußgang im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten und folglich ganz aufgehört."
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Hl. Grab in Jerusalem
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Inschriftstein am "Hl. Grab" |
Maucher ergänzte die Christus-Statue am "Heiligen Grab" später durch zwei Inschriftsteine, die rechts und links von der Statue zu sehen sind. "Das wahre Recht richtet ganz anders als alle Menschen. Darum richtet nicht!" und "Denn aller Menschen Urteil ist irrig oder böse." Auch hierzu findet sich eine erläuternde Tafel: "Diese zwei Gedenksteine wurden zu Weihnachten 1956 errichtet und der Mahnspruch: Gott richtet ganz anders als alle Menschen usw. vom derzeitigen Besitzer Wilhelm Maucher in diese Steine einmeißeln lassen. Diese Worte sollen die Menschen, welche über ihre Mitmenschen so gerne richten und urteilen, zur Besinnung bringen, dass dadurch schon soviel Leid, Unrecht und Streit über die Menschheit gekommen ist…"
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Ausblick Der nicht von ungefähr zwei traditionsreiche Orte – den Alfterer jüdischen Friedhof und das "Heilige Grab" – verbindende Friedensweg ist ein besonders eindringliches Mahnmal für den Frieden. Er ist aber ebenso ist er ein Denkmal für den, der den Friedensweg schuf: Wilhelm Maucher, eine markante und bedeutende Persönlichkeit unserer Heimat, der auch von denjenigen hoher Respekt gezollt werden dürfte, die nicht alle seine Grundüberzeugungen teilen. Zu Füßen der Christus-Statue, über der Maucher gewidmeten Inschrift, findet man ein frisches Gesteck mit weißen Blumen. Eine rote Friedhofskerze steht davor. Überhaupt zeugt die ganze Anlage davon, dass sie auch heute noch, mehr als eineinhalb Jahrzehnte nach Mauchers Tod, geradezu liebevoll gepflegt wird. Hierfür ist rührigen Bürgern, dem Motoradclub "Kuhle Wampe", zu danken, die sich dem "Vorgebirgsrebellen" und den von ihm engagiert vertretenen Werten verbunden fühlen.
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Inschrifttafel zu Füßen des "Segnenden Christus"
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Restaurierung des
"Segnenden Christus", 2010
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Dass der Friedensweg mit seinen Gebotssteinen und der Christus-Statue nun wohl erhalten werden kann, erfüllt alle, denen diese unverzichtbaren kulturellen Elemente unserer Heimat am Herzen liegen, mit großer Freude. Gewiss geht die eigentliche Arbeit nun erst los: Es steht eine gründliche Renovierung bzw. die Restaurierung der Steindenkmäler an. So wurde die Christus-Statue im September 2010 durch den Gielsdorfer Steinmetz und Bildhauermeister Jürgen Dunkelberg bereits fachgerecht ausgebessert und dies bei einer kleinen, aus Anlass des 65-jährigen Jubiläums der Aufstellung der Statue abgehaltenen Gedenkstunde im Haus der Alfterer Geschichte gewürdigt. Wichtig ist aber auch eine Erneuerung des Asphaltweges, des Handlaufs und der Bepflanzung der Grünbereiche sowie deren weitere Pflege. All dies erfordert großen personellen und finanziellen Einsatz.
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Über allem wacht der "Segnende Christus" – und vielleicht auch ein wenig der alte "Vorgebirgsrebell" Wilhelm Maucher, der, wenn er von oben herabschaut, an der seinem Werk gewidmeten kleinen "Rebellion" gewiss seine Freude hat, und der wohl auch als Fürsprecher für deren Erfolg wirken wird. Weitere Informationen und Bilder zum Friedensweg finden Sie auf der Seite .
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Blick
vom "Friedensweg" auf Alfter und Bonn
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